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Auf dem Weg als Anwält:in

Duri Bonin reflektiert mit Gästen über Fragen rund um die Arbeit als Anwalt und Strafverteidiger: Was macht eine gute Anwältin aus? Wie organisiert man die Anwaltstätigkeit? Wie handhabt man den Umgang mit Klienten, Gegenanwälten, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten? Was zeichnet ein gutes Plädoyer aus? Wie legt man sich eine Verteidigungsstrategie zurecht? Der spannenden Fragen sind vieler. Es ist ein Weg ins Urmenschliche, manchmal gar Allzumenschliche. Abobutton klicken und keine Folge verpassen.

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#48 Dem Strassenverkehrsamt ausgeliefert

Zwei Fälle mit dem Strassenverkehrsamt sorgen für einen erhöhten Puls bei Duri Bonin:

Beim ersten Fall hat das Strassenverkehrsamt einem Fahrzeuglenker den Führerausweis vorsorglich entzogen und Kontrolluntersuchungen (Haaranalyse) angeordnet. Drei Kontrolluntersuchungen waren tadellos, beim vierten fand sich eine minmale Menge Ketamin (neuerdigs ein Betäubungsmittel). Aufgrund dieses Befundes hat das Institut für Rechtsmedizin die Fahreignung negativ beurteilt. Gemäss Sandra und Duri ist diese Beurteilung fragwürdig, da sich aus einem einmaligen positiven Befund auf Ketamin im tiefen Bereich nichts verkehrsrelevantes ableiten lässt. Hierbei nehmen sie Bezug auf das Rundschreiben der Schweizerischen Gesellschaft für Rechtsmedizin, Sektion Verkehrsmedizin. Beim zweiten diskutierten Fall wurde ebenfalls ein Fahrverbot ausgesprochen, wobei auf eine Eingabe von Duri hin die telefonische Mitteilung erfolgte, man könne diese keinem Verfahren zuordnen und werde folglich die Eingabe schreddern. Diese beiden Fälle nehmen Sandra und Duri zum Anlass, sich über den Umgang des Amtes mit den Betroffenen sowie den faktisch mangelhaften Rechtsschutz zu unterhalten.

Weitere Podcastreihen von Duri Bonin

  • Auf dem Weg zur Anwältin
  • Interview aus dem Gefängnis
  • Fragen den Anwalt
  • Mit 40i cha mers mit de Tiger
  • Strafverteidigung

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#47 Ein taktischer „Fehler“ fürs Karma

Eine dreimal durch den Klienten mittels Nichterscheinen „verschobene“ Besprechung kann unmittelbar vor Fristende stattfinden. Froh, dass der Klient endlich da ist, geht Sandra in die Besprechung und versäumt, den fortgesetzt nicht bezahlten Kostenvorschuss zu Beginn der Besprechung einzufordern. Als sie den Vorschuss zum Ende der Besprechung anspricht, zeigt sich, dass der Klient den Vorschuss nicht dabei hat. Ein solches ist nicht nur vor dem Hintergrund des Vorbereitungs-, Verschiebungs- und Besprechungsaufwandes ärgerlich, sondern zusätzlich deshalb, da man das Mandat unmittelbar vor Fristende nicht leichthin niederlegen kann, da zur Unzeit.

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#46 Alternative Vollzugsformen (Halbgefangenschaft, gemeinnützige Arbeit, Electronic Monitoring)

Sandra hat für einen Klienten mögliche Alternativen zur Verbüssung einer Freiheitsstrafe im Gefängnis abgeklärt. Sie erläutert Duri Bonin die Alternativen. Bei der Strafverbüssung in Halbgefangenschaft geht die verurteilte Person tagsüber der gewohnten Arbeit nach und verbringt ihre Freizeit im Gefängnis. Für die Zulassung zur Halbgefangenschaft darf die Dauer der zu vollziehenden Freiheitsstrafe höchstens zwölf Monate betragen. Wer gemeinnützige Arbeit leistet, arbeitet seine Strafe in der Freizeit ab. Ein solches ist für Freiheitsstrafen bis höchstens 6 Monate möglich. Die gemeinnützige Arbeit ist innerhalb von längstens zwei Jahren zu leisten, bei Bussen innert einem Jahr, wobei pro Woche in der Regel mindestens 8 Stunden gemeinnützige
Arbeit zu erbringen sind. Im Electronic Monitoring setzt die verurteilte Person die bisherige Arbeit während der Strafverbüssung fort und verbringt die Ruhe- und Freizeit im elektronisch überwachten Hausarrest. Die Überwachung erfolgt über einen Sender, der während der gesamten Dauer der Strafverbüssung am Fussgelenk der überwachten Person befestigt ist (sog. Fussfessel). Electronic Monitoring ist möglich für Freiheitsstrafen von 20 Tagen bis höchstens 12 Monaten.

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#45 Stimmt unser (Un-) Sicherheitsgefühl?

Heute besprechen Sandra und Duri Bonin ein Interview, welches Jérôme Endrass der NZZ gegeben hat. Gemäss diesem haben wir heute weniger Gewalt bei massiv abgenommener Gewalttoleranz. Sandra und Duri diskutieren vor diesem Hintergrund, weshalb die öffentliche Wahrnehmung nicht mit den Statistiken korreliert. Sie fragen sich, ob nicht aufgrund von falscher Wahrnehmung an der Repressionsschraube gedreht wird? Ein solches schafft Ungerechtigkeiten und produziert mehr als weniger Kriminalität: Je mehr antisoziales Verhalten es gibt, umso mehr hat das auch mit der Gesellschaft selbst zu tun, wobei zu starke Repression das antisozial verstärkt. So die These von Duri. Das Gespräch endet mit Überlegungen zur heutigen Gutachtertätigkeit: Namentlich die fehlenden Kontrollmöglichkeiten, der fehlende Wille, diesen heiklen Bereich einer umfassenderen Kontrolle zugänglich zu machen, wird als unverständlich gebrandmarkt.

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#44 Kokain am Steuer

Folgender Sachverhalt präsentiert sich Sandra: Ein Automobilist wird mit Kokain im Gepäck sowie Blut von der Polizei erwischt, wobei dieser noch auf Platz ein Geständnis ablegt. Sandra diskutiert mit Duri Bonin, was von diesem Geständnis zu halten ist und die sich aus den Fakten ergebenden Konsequenzen (Führerausweisentzug, Prüfung der Fahreignung nach Ablauf Entzugsdauer, Vorstrafen, Strafverfahren, mögliche Strafe).

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#43 Das Siegeln von Unterlagen und Daten

Mit der Sieglung soll eine unrechtmässige Einsichtnahme der Strafbehörden in nicht beschlagnahmbare Aufzeichungen oder Gegenstände verhindert werden. Sandra und Duri Bonin diskutieren das Siegelungsverfahren gemäss Art. 248 StPO (Siegelungsantrag, Entsiegelungsgesuch, Entsiegelungsverfahren) mit den sich hierbei stellenden Substantiierungsproblemen. Da der Eingriff ins Private mitunter massiv ist, würden Sandra und Duri ihre Daten selbst dann siegeln lassen, wenn sie nichts zu verbergen hätten.

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#42 Kostenvorschüsse und Inkasso

Duri Bonin kommt auf mögliche Probleme im Zusammenhang mit dem Inkasso zu sprechen. Er diskutiert mit Sandra die Bedeutung von Kostenvorschüssen und eine regelmässige Rechnungsstellung. Weiter wird der Frage nachgegangen, wie zu reagieren wäre, wenn der Klient den vereinbarten Kostenvorschuss nicht überweist und sodann auch nicht an die Besprechung mitbringt.

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#41 Verantwortung suchen

Sandra und Duri Bonin diskutieren die Problematik, dass wenn man in die Handlung geht, offen zu Tage tritt, wenn man etwas falsch macht. Nur logisch ist deshalb die Tendenz verständlich, im Zweifel nicht aktiv zu werden, mithin die Verantwortung zu scheuen.

Mitunter birgt diese Zurückhaltung aber grössere Risiken, als wenn man sofort handelt; man denke hierbei bspw. an die Siegelung. Wichtig ist deshalb, den Fokus auch immer umzudrehen: Also sich nicht nur vor Augen zu führen, welche Fehler man begehen könnte, wenn man aktiv wird, sondern sich auch stets zu überlegen, was die Konsequenzen sind, wenn man nicht handelt.

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#40 Die gutgeheissene Haftbeschwerde

Die dritte Strafkammer des Zürcher Obergerichts hat eine Beschwerde gegen eine Haftanordnung gutgeheissen. Sandra zeigt sich beeindruckt von der Begründungsdichte, wobei diese mit einer speditiven Entscheidfindung einherging. In der Folge diskutieren Sandra und Duri Bonin die Gründe für die Gutheissung der Beschwerde. Das Gespräch leitet schliesslich über zu den Fragen, inwiefern der Zeitgeist und die heutigen technischen Möglichkeiten (DNA, Standortortungen via Natel, Abhörmöglichkeiten) bei der heutigen Praxis der Zwangsmassnahmengerichte eine Rolle spielen und ob es – vor dem Hintergrund der kriminiellen Ansteckungsgefahr – nicht sinnvollere Zwangsmassnahmen als Untersuchungshaft gäbe.

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#39 Das Fristerstreckungsgesuch

Sandra und Duri Bonin unterhalten sich über die Möglichkeit, bei den von der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht gesetzen Fristen Fristerstreckungen (FEG) zu beantragen. Duri regt an, sich nicht einfach routinemässig die Frist erstrecken zu lassen, sondern anhand der Planung die benötigen Tage zu bemessen. Sandra hat daraufhin eine noch viel bessere Idee.

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