Podcast

Auf dem Weg als Anwält:in

Duri Bonin reflektiert mit Gästen über Fragen rund um die Arbeit als Anwalt und Strafverteidiger: Was macht eine gute Anwältin aus? Wie organisiert man die Anwaltstätigkeit? Wie handhabt man den Umgang mit Klienten, Gegenanwälten, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Gerichten? Was zeichnet ein gutes Plädoyer aus? Wie legt man sich eine Verteidigungsstrategie zurecht? Der spannenden Fragen sind vieler. Es ist ein Weg ins Urmenschliche, manchmal gar Allzumenschliche. Abobutton klicken und keine Folge verpassen.

#414 Live-Podcast mit der Gerichtsberichterstatterin Brigitte Hürlimann – «Die Richter bevorzugen leere Gerichtssäle»

Im Live-Podcast ‚Auf dem Weg als Anwält:in‘ ist die einflussreichste Gerichtsberichterstatterin Dr. iur. Brigitte Hürlimann bei Duri Bonin zu Gast: Wie hat es sie als Juristin auf die journalistische Gerichtssaalseite verschlagen? Weshalb hat Gerichtsberichterstattung einen schlechten Ruf auf den Reaktionen? Dennoch ist Brigitte sei 40 Jahren Gerichtsberichterstatterin: Was treibt sie an? Weshalb wurde sie an eine Demonstration fast verprügelt? Weshalb hat sie, unzufrieden mit einem Textbaustein in einem Bundesgerichtsentscheid, einen der verantwortlichen Bundesrichter angerufen? Welche Ratschläge würde sie ihrem 1986-Ich am ersten Arbeitstag beim TagesAnzeiger geben? Wie ist es, für ein ausschliesslich digitales Magazin wie die Republik zu arbeiten? Wie schützt man die Identität von Whistleblower:innen? Wie geht die Justiz mit Journalist:innen um? Weshalb kommt das Zürcher Medienportal seit Jahren nicht über die Testphase hinaus? Weshalb ist der Kanton St. Gallen im Umgang mit Medienschaffenden vorbildlich? Wie hat die Digitalisierung die Gerichtsberichterstattung verändert? Weshalb sträuben sich viele Gerichte, dem verfassungsmässigen Grundsatz der Justizöffentlichkeit nachzuleben? Weshalb wird die Digitalisierung nicht als Chance genutzt? Welche Wünsche hat Brigitte an die Justiz aus journalistischer Sicht? Wann hat es sich verändert, dass in Zeitungen die Namen von beschuldigten Personen wie Gabor Bilkai, Günther Tschanun, Erich Hauert oder Fritz Leibacher nicht mehr genannt werden? Weshalb ist dies beim Kristallnacht-Twitterer anders? Rechtfertigt es sich, den Namen des Rupperswiler Vierfachmörders zu nennen, wie es der Blick getan hat? Wie sehen Gerichtsverhandlungen 2062 aus? Der spannenden Fragen sind vieler, der Sand in der Sanduhr leider viel zu schnell verrieselt.

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Die Podcasts „Auf dem Weg als Anwält:in“ sind unter https://www.duribonin.ch/podcast/ oder auf allen üblichen Plattformen zu hören 🎧. Dort einfach nach ‚Duri Bonin‘ suchen und abonnieren.

#413 Das Smartphone – dein ausgelagertes Gehirn

Gregor Münch hat den Podcast von Duri Bonin gekapert. Anlass ist die Weiterbildungsveranstaltung ‚Digitalisierung des Straf- und Strafprozessrechts‘. Gregor diskutiert mit Dimitar Bobev, Managing Director bei Lighthouse, über Smartphones: Diese wissen teils mehr über uns als wir selbst. Ein durchsuchbares Smartphone ist daher oft das zentrale Beweismittel eines Strafverfahrens. Was findet sich alles auf den Mobiles? Wie muss man sich einen Angriff auf ein Natel vorstellen? Wie ein Hacking? Wie erfolgt die Datenextraktion? Kann auch ein ausgeschaltetes Mobile geknackt werden? Sind gelöschte Nachrichten wiederherstellbar? Und woher weiss ich, dass nicht Beweise eingepflegt werden?

Als Strafverteidiger erhält man Einblicke in die unglaublichsten Fälle und arbeitet eng mit sehr unterschiedlichen und spannenden Menschen zusammen. In diesem Podcast versucht der Anwalt Duri Bonin gemeinsam mit seinen Gesprächspartnern (Beschuldigte, Verurteilte, Staatsanwälte, Strafverteidiger, Gutachter, Opfer, Unschuldigte, Schuldige …) zu ergründen, wie diese ticken, was sie antreibt und wie sie das Justizsystem erleben. Behandelt werden urmenschliche Themen. Bei genauerem Hinsehen findet man Antworten auf eigene Fragen des Lebens und der Gesellschaft.

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#412 Es darf niemand meine Aufmerksamkeit erschleichen

Frank Renold möchte von Duri Bonin wissen, weshalb er drei Agenden führt (2 auf Papier und eine digital)? Wie kommuniziert er intern und was? Wie ist der Umgang mit den Agenden der Mitarbeiter:innen? Wie sich herausstellt, hat das gerade unlängst zu einem Donnerwetter geführt. Frank Renold berichtet sodann von seinem neuen Podcastprojekt mic-on-earth, welches gestern gestartet ist.

Duri Bonin und Frank Renold unterhalten sich einmal im Monat im Podcast ‚Mit 40i cha mers mit de Tiger‘ über aktuelle Herausforderungen in Familie, Beruf und Gesellschaft. Frank ist Mitgründer des theater anundpfirsich, hat seine Anteile am Theater verkauft, seine Stelle gekündigt und ist in einer Auszeit. Duri Bonin arbeitet als Anwalt, ist Autor verschiedener Publikationen und Podcasts und führt mit Frank ab und an den Workshop ‚Souverän durch die mündliche Anwaltsprüfung‘ durch.

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#411 Geldwäsche durch die Annahme von Verteidigerhonorar? (Art. 128 ff. StPO, Art. 305bis StGB)

Gregor Münch stürmt nochmals ins Büro von Duri Bonin: Sein Selbstbild wankt, haben er und Duri heute Morgen die Verletzung der Unschuldsvermutung durch den Gesetzgeber kritiklos hingenommen? Die Frage dahinter: Macht sich ein Strafverteidiger:in gemäss Art. 305bis StGB strafbar, wenn er/sie einen Verteidigungs-Honorarvorschusses aus unklaren Quellen entgegen nimmt? Der Geldwäsche-Tatbestand sieht auf jeden Fall keine Ausnahme für die Strafverteidigung vor. Und die wenig vorhandene Rechtsprechung verweist die Verteidigung auf die vom Staat bezahlte amtliche Verteidigung, welche den mittellosen beschuldigten Personen offen stünde. Es gebe keinen Anspruch auf Wahlverteidigung unter Einsatz illegal erworbener Mittel. So weit, so gut, nur: Dem internen Vertrauensverhältnis zwischen beschuldigter Person und Verteidigung ist es selbstredend nicht dienlich, wenn die Anwält:in bei der ersten Besprechung zur eigenen Sicherheit diesen Verdacht hegen und artikulieren muss. Zudem: Die Beantragung der amtlichen Verteidigung bei vermögenden beschuldigten Personen in Fällen notwendiger Verteidigung könnte den Strafverfolgungsbehörden Hinweis sein, dass die Strafverteidigung strafbare Handlungen beim Mandanten vermutet. Und was ist bei amtlichen Verteidigungen in den Fällen freiwilliger Verteidigung? Eine Wahlverteidigung kann die Verteidigung nicht übernehmen, ohne sich selbst strafbar zu machen. Gleichzeitig lässt sich Mittellosigkeit nicht begründen, ausser man benennt einem Geldwäscherei-Verdacht, was das Recht auf Verteidigung ins Gegenteil verkehren würde.

Bei einem Freispruchbier kam die Idee auf, die Strafprozessordnung Artikel für Artikel zu besprechen: Deshalb treffen sich Duri Bonin und Gregor Münch jeden Freitag in den „Heiligen Stunden“ des 5-Uhr-Clubs und diskutieren einen Artikel der Strafprozessordnung. Wann macht Aussageverweigerung Sinn? Weshalb braucht es Teilnahmerechte? Wie läuft eine Einvernahme ab und wie ist die Stimmung im Einvernahmeraum? Wann finden die meisten Verhaftungen statt? Diesen und noch viel mehr Fragen gehen Duri und Gregi in diesem Podcast nach.

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#410 Selbstverteidigung, Wahlverteidigung, notwendige Verteidigung, amtliche Verteidigung (Art. 129- 133 StPO)

Duri Bonin und Gregor Münch unterhalten sich über das Arbeiten mit Siri sowie Übersetzungsprogrammen. Die Situation ist für Berufsgeheimnisträger etwas unbefriedigend. Deshalb plant Duri, sich das neuste Buch der Prof. Niggli, Riedo und Fiolka vorlesen zu lassen. Thema sind sodann die Arten der Verteidigung: Haben Gregor und Duri schon erlebt, dass eine verteidigte beschuldigte Person ein eigenes Plädoyer hält? Was ist eine Wahlverteidigung (StPO 129)? Was ist unter einer notwendigen Verteidigung zu verstehen (StPO 130 und 131)? Was die Folgen bei verspäteter Sicherstellung? Was sind die Voraussetzungen der amtlichen Verteidigung in Fällen notwendiger Verteidigung (Art. 132 Abs. 1 lit. a StPO) und was in Fällen freiwilliger Verteidigung (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO)? Wer bestellt die amtlichen Verteidigungen (StPO 132- 135)? Und wie gelingt es einigen Staatsanwält:innen im Kanton Zürich, eine eigentlich gute Lösung zu unterlaufen?

Bei einem Freispruchbier kam die Idee auf, die Strafprozessordnung Artikel für Artikel zu besprechen: Deshalb treffen sich Duri Bonin und Gregor Münch jeden Freitag in den „Heiligen Stunden“ des 5-Uhr-Clubs und diskutieren einen Artikel der Strafprozessordnung. Wann macht Aussageverweigerung Sinn? Weshalb braucht es Teilnahmerechte? Wie läuft eine Einvernahme ab und wie ist die Stimmung im Einvernahmeraum? Wann finden die meisten Verhaftungen statt? Diesen und noch viel mehr Fragen gehen Duri und Gregi in diesem Podcast nach.

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#409 Wie Freimachen von Manipulationen, Suggestionen und inneren Trieben?

Duri Bonin und Frank Renold unterhalten sich über Ernährung und die Manipulationen der Ernährungsindustrie. Wie kommt es, dass dies nicht verboten ist? Wie Freimachen von den Suggestionen der Werbung und den inneren Trieben? Wie mit dem Überangebot und dem Food Waste umgehen? Weshalb soll ein Recht darauf bestehen, dass Fleisch derart billig ist? Grausame und umweltschädliche Nahrung sollte verboten sein: Denn diese trifft uns ganz direkt und hat einen immensen Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Duri Bonin und Frank Renold unterhalten sich einmal im Monat im Podcast ‚Mit 40i cha mers mit de Tiger‘ über aktuelle Herausforderungen in Familie, Beruf und Gesellschaft. Frank ist Mitgründer des theater anundpfirsich, hat seine Anteile am Theater verkauft, seine Stelle gekündigt und ist in einer Auszeit. Duri Bonin arbeitet als Anwalt, ist Autor verschiedener Publikationen und Podcasts und führt mit Frank ab und an den Workshop ‚Souverän durch die mündliche Anwaltsprüfung‘ durch.

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#408 Stellung und Funktion der Strafverteidigung (Art. 128 StPO)

Duri Bonin und Gregor Münch unterhalten sich über die Notwendigkeit des Instituts ‚Strafverteidigung‘. Die beschuldigte Person ist mangels Kenntnisse der strafprozessualen „Spielregeln“, seiner Rechte, des materiellen Strafrechts sowie seiner persönlichen Betroffenheit nicht in der Lage, das zu seiner Verteidigung Notwendige selbst effektiv vorzunehmen. Was sind die konkreten Aufgaben der Verteidigung (Beratung, Mitwirkung, Kontrolle)? Was deren Stellung im Strafverfahren (alleine den Interessen der beschuldigten Person verpflichtet)? Was bedarf es zur wirksamen Ausübung der Verteidigungsrechte? Welche Rechte stehen der Verteidigung hierfür zu? Was sind die Pflichten der Verteidigung gegenüber den Mandanten und anderen Verfahrensbeteiligten? Duri hat noch einen Blick in die Statistiken geworfen: Bei wie vielen Strafverfahren treten überhaupt Strafverteidigungen auf? Wie ist das Verhältnis zwischen vom Staat und privat finanzierten Verteidigungen? Und wann findet der Erstkontakt der Verteidigung mit den beschuldigten Personen statt?

Bei einem Freispruchbier kam die Idee auf, die Strafprozessordnung Artikel für Artikel zu besprechen: Deshalb treffen sich Duri Bonin und Gregor Münch jeden Freitag in den „Heiligen Stunden“ des 5-Uhr-Clubs und diskutieren einen Artikel der Strafprozessordnung. Wann macht Aussageverweigerung Sinn? Weshalb braucht es Teilnahmerechte? Wie läuft eine Einvernahme ab und wie ist die Stimmung im Einvernahmeraum? Wann finden die meisten Verhaftungen statt? Diesen und noch viel mehr Fragen gehen Duri und Gregi in diesem Podcast nach.

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#407 Strafrecht – Psychiatrie – Psychologie: Eine Leseprobe mit dazugehörigem Soundtrack

Duri Bonin möchte von Thierry Urwyler wissen, ob und welche Musik eine Rolle bei der Arbeit am Buch „Strafrecht – Psychiatrie – Psychologie“ gespielt hat? Wie hat er sich in die richtige Stimmung versetzt und wie hat die Musik sein Schreiben beeinflusst (Link zum Soundtrack siehe unten). Sogleich erbittet sich Duri die Probe aufs Exempel mittels einer Leseprobe.

Die von Thierry ausgewählte Textpassage (Rz 1425): „Das StGB ist mit seinem Dualismus von Strafen und Massnahmen bereits heute kein Schuldstrafrecht in Reinform, sondern eine Kompromisslösung. (…) Zu bedenken ist, dass bei dieser Kompromisslösung potenzielle Negativfolgen beider Modelle verknüpft werden. Als Beispiel lässt sich die ungleiche Behandlung derselben psychopathologischen Problematik bei Schuldfähigkeits- und Präventionsfragen nennen: Während man retrospektiv mit einem strengen Prüfungsmassstab operiert und eine klar diagnostizierbare Störung mit substantiellen Beeinträchtigungen für eine Verminderung oder Aufhebung der Schuldfähigkeit gefordert wird, steht das Massnahmenrecht in der Praxis oft unter umgekehrten Voraussetzungen und bejaht eine massnahmenbegründende Störung und Rückfallgefahr schnell. Dies generiert Widersprüche: Man sagt als Gesellschaft einer Person mit einer Persönlichkeitsstörung oder Persönlichkeitsakzentuierung retrospektiv, dass sie im Tatzeitpunkt anders hätte handeln können (Schuldfähigkeit erhalten), hält ihr aber gleichzeitig mit Blick auf die Zukunft vor, dass wir als Gesellschaft sie aufgrund des Störungsbilds nicht als fähig erachten, ihre Impulse in der Zukunft zu kontrollieren und nicht mehr rückfällig zu werden.“
Es handelt sich dabei gemäss Thierry um eine klassische „Bach“-Passage.

Als Strafverteidiger erhält man Einblicke in die unglaublichsten Fälle und arbeitet eng mit sehr unterschiedlichen und spannenden Menschen zusammen. In diesem Podcast versucht der Anwalt Duri Bonin gemeinsam mit seinen Gesprächspartnern (Beschuldigte, Verurteilte, Staatsanwälte, Strafverteidiger, Gutachter, Opfer, Unschuldigte, Schuldige …) zu ergründen, wie diese ticken, was sie antreibt und wie sie das Justizsystem erleben. Behandelt werden urmenschliche Themen. Bei genauerem Hinsehen findet man Antworten auf eigene Fragen des Lebens und der Gesellschaft.

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#406 Wer kann Privatkläger und Zeugen vor den Strafbehörden vertreten? (Art. 127 StPO, § 11 Zürcher Anwaltsgesetz)

Gemäss Regelung in der StPO können sich die Privatklägerschaft und Zeugen durch jede handlungsfähige, gut beleumundete und vertrauenswürdige Person vertreten lassen (Art. 127 Abs. 4 Hs. 1 iVm Abs. 5 StPO), also auch durch Nichtanwält:innen. Nina und Duri diskutieren, was unter Handlungsfähigkeit (Art. 13 ZGB) sowie gutem Leumund (keine Vorstrafen, die auch den Eintrag ins Anwaltsregister ausschliessen würden; keine Verlustscheine) zu verstehen ist.

Allerdings bleibt gemäss StPO das kantonale Recht vorbehalten (Art. 127 Abs. 4 a.E. StPO). Der Kantons Zürich hat von diesem Vorbehalt Gebrauch gemacht und bestimmt, dass ebenfalls die berufsmässige Vertretung der Privatklägerschaft oder anderer Verfahrensbeteiligter im Strafprozess vor den Strafbehörden den Anwält:innen vorbehalten ist (§ 11 Anwaltsgesetz). Als berufsmässig gilt die Vertretung, wenn die betreffende Person zur Annahme von Mandaten in unbestimmt vielen Fällen bereit ist. Darauf kann geschlossen werden, wenn diese bereit ist, die Vertretung ohne besondere Beziehungsnähe zum Vertretenen zu übernehmen (BGE 140 III 555 E. 2.3 S. 560).

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#405 Auch Zeugen können einen Rechtsbeistand beiziehen (Art. 127 StPO)

Gregor Münch und Duri Bonin diskutieren den Umstand, dass alle Verfahrensbeteiligten und damit nicht nur die Parteien einen Rechtsbeistand beiziehen können. Den Parteien steht es zudem frei, mehr als einen Rechtsbeistand zu mandatieren. Umgekehrt gibt es Konstellationen, wo ein Rechtsbeistand mehrere Verfahrensbeteiligte eines Verfahrens vertreten kann. Gregi ruft sich schliesslich in Erinnerung, dass das Anwaltsmonopol einzig für die Verteidigung gilt: Die Privatklägerschaft kann sich durch jede handlungsfähige, gut beleumundete und vertrauenswürdige Person vertreten lassen.

Bei einem Freispruchbier kam die Idee auf, die Strafprozessordnung Artikel für Artikel zu besprechen: Deshalb treffen sich Duri Bonin und Gregor Münch jeden Freitag in den „Heiligen Stunden“ des 5-Uhr-Clubs und diskutieren einen Artikel der Strafprozessordnung. Wann macht Aussageverweigerung Sinn? Weshalb braucht es Teilnahmerechte? Wie läuft eine Einvernahme ab und wie ist die Stimmung im Einvernahmeraum? Wann finden die meisten Verhaftungen statt? Diesen und noch viel mehr Fragen gehen Duri und Gregi in diesem Podcast nach.

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