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Gewusst wie – Archiv

Überlassen Sie nichts dem Zufall

Ein Strafverfahren liebt schnelle Gewissheiten: ein Verdacht, eine Akte, eine erste Aussage, ein Strafbefehl. Gute Verteidigung beginnt dort, wo man nochmals fragt. Dieses Archiv sammelt Erklärungen, Transkripte und Notizen zu Strafrecht, Strafjustiz und Verteidigungspraxis – für alle, die verstehen wollen, bevor sie handeln.

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Jugend und Delikt – Haftbarkeit der Eltern

Im vorangegangenen Blogbeitrag wurde der Frage nachgegangen, wann ein Kind urteilsfähig ist. Wie gezeigt, handelt es sich hierbei um einen relativen Begriff: Die Urteilsfähigkeit ist für jeden Einzelfall gesondert zu prüfen. Selbige Prüfung obliegt bei der Haftung aus Delikt: Haftung des Kindes aus Delikt Nehmen wir folgendes Beispiel: Ein Kind schlägt eine Fensterscheibe ein. Muss es den verursachten Schaden selbst bezahlen? Die Antwort lautet: Ja, wenn es urteilsfähig ist. Die Begründung hierfür ist folgende: Wenn das Kind die Folgen seines Handels erkennt und sich entsprechend verhalten kann, soll es dafür auch gerade stehen. Haftung der Eltern für deliktisches Verhalten ihrer Kinder

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Jugend und Geld – Haftbarkeit der Eltern

Jugendliche verschulden sich deutlich häufiger als Erwachsene – unglaublich aber wahr: In der Schweiz hat jeder fünfte Jugendliche Schulden! Die Gründe sind u.a. fehlende Finanzkompetenz resp. Konsum als Freizeitbeschäftigung: Das Geld wird ausgegeben für Mobiltelefone, Marken- und Kosmetikartikel. Die Werbung hat die Jugendlichen als Zielgruppe natürlich längst erkannt. Gruppendruck und soziale Presgigefragen sind in jungen Jahren von noch grösserer Bedeutung: „Ich bin toll, weil ich das neuste Natel habe.“ Häufig sind deshalb die Fragen: Ist der Vertrag mit dem Kind gültig zustande gekommen? Und stehen die Eltern für diese Ausstände in der Pflicht? Elterliche Sorge Bis zum 18. Geburtstag hat

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Kündigung von Einzimmerwohnungen oder möbilierten Zimmern

Wohnraum und damit auch die Einzimmerwohung kann gemäss Art. 266c Obligationenrecht (kurz OR) mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist (= Mindestfrist) gekündigt werden und zwar auf einen ortsüblichen Kündigungstermin (Ende März oder September). Etwas anderes gilt für möblierte Zimmer: Kündigungsfristen und -termine für möblierte Zimmer Bei der Miete von möblierten Zimmern (und von gesondert vermieteten Einstellplätzen oder ähnlichen Einrichtungen) können die Parteien mit einer Frist von zwei Wochen auf Ende einer einmonatigen Mietdauer kündigen (Art. 266 e OR). Die Frist ist bei einem möblierten Zimmer mit zwei Wochen also äusserst kurz angesetzt. Aus diesem Grund ist die Unterscheidung zu einer Einzimmerwohnung von

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Ausserordentliche Kündigung wegen Verzug der Mietzinszahlung

Die Hauptpflicht des Mieters besteht darin, den Mietzins sowie die Nebenkosten zu bezahlen.  Vorgehen des Vermieters bei Zahlungsverzug 1. Androhung der Kündigung Wenn der Mieter mit der Bezahlung in Rückstand ist, so kann der Vermieter diesem eine Frist für die Zahlung von mindestens 30 Tagen setzen und ihm androhen, dass er bei Nichtbezahlung das Mietverhältnis nach Ablauf der Frist kündet. Wem muss diese Kündigungsandrohung geschickt werden? Zuerst einmal natürlich dem Mieter. Falls der Mieter verheiratet ist oder in einer eingetragenen Partnerschaft lebt, ist die Androhung der Kündigung in einem separaten Schreiben ebenfalls dem Partner zuzustellen. 2. Kündigung des Mietvertrags Bleibt die Zahlung

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Ehe oder Konkubinat

Heiraten oder nicht? In Beantwortung dieser Frage sind wir freier denn je: Weggefallen sind insbesondere die strafrechtlichen Folgen für Unverheiratete – heute können Paare auch ohne Trauschein zusammen leben. Der Schritt zum Ja-Wort ist deshalb immer mehr Gegenstand des Abwägens. Zunächst selbstverständlich einmal unter den persönlichen Gesichtspunkten wie Religion, Wertvorstellungen oder Romantik. Dies sind die zentralen Bestandteile der Entscheidfindung, welche Ihnen niemand abnehmen kann. Was ich Ihnen jedoch aufzeigen kann und mit dem vorliegenden Blogbeitrag versuche, ist ein Blick aus rechtlicher Sicht: Was sind die hauptsächlichen rechtlichen Unterschiede zwischen der Ehe und dem Konkubinat? Name und Bürgerrecht gemeinsamer Kinder Ehepartner behalten ihre bisherigen Familiennamen grundsätzlich. Sie können aber

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Kinder im Scheidungskonflikt

Wenn der Konflikt zwischen den Eltern eskaliert, dominieren bei diesen Gefühle wie Wut, Anklage und sogar Hass. Man traut dem Partner plötzlich das Schlimmste zu. Natürlich ist es bei solch heftigen Emotionen sehr schwierig, gerade bei den Kinderbelangen sich zurück zu halten. Im Gegenteil meinen die Eltern oftmals, sie müssten die Kinder vor dem anderen schützen, womit sie jedoch beim Kind, welches bereits unter den Streitigkeiten und allenfalls der Trennung seiner Eltern zu leiden hat, nur noch zusätzlich belasten. Denn wenn sich Eltern oft streiten und/oder nicht mehr miteinander reden können, ist dies für die Kinder eine schlimme Zeit. Es

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